Curcumin ist das wichtigste Curcuminoid in der Kurkumawurzel (Curcuma longa). Es ist verantwortlich für die intensive gelbe Farbe und macht etwa 2–5% des getrockneten Kurkumapulvers aus. Neben Curcumin enthält Kurkuma zwei weitere Curcuminoide — Demethoxycurcumin und Bisdemethoxycurcumin — die ebenfalls biologisch aktiv sind.
Curcumin gehört zur Gruppe der Polyphenole — sekundäre Pflanzenstoffe mit antioxidativer und entzündungshemmender Wirkung. Was Curcumin von vielen anderen Polyphenolen unterscheidet, ist seine Fähigkeit, gleichzeitig an mehreren molekularen Zielstrukturen anzusetzen. Es beeinflusst Transkriptionsfaktoren, Enzyme, Wachstumsfaktoren und Zytokine.
Der zentrale Wirkmechanismus: Curcumin hemmt den Transkriptionsfaktor NF-κB. Dieser molekulare Schalter kontrolliert die Expression von über 400 Genen, die an Entzündungsprozessen, Zellüberleben und Immunantwort beteiligt sind. Wenn NF-κB dauerhaft aktiv bleibt — wie bei chronischen Entzündungen — beschleunigt das den Alterungsprozess. Curcumin kann diesen Kreislauf unterbrechen.